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09.12.2009 Unser LeitungswasserWoher kommt es, was kostet es, regionale Unterschiede
In Deutschland kümmern sich rund 6.800 Wasserversorger um die Trinkwasserversorgung der privaten und gewerblichen Haushalte. Der überwiegende Teil des geförderten Wassers wird dem Grundwasser entnommen (71%). Quellwasser (15%), Uferfiltrat (11%) sowie See- und Talsperrenwasser (4,1%) haben je nach Region nur eine nachgeordnete Bedeutung. Wasserversorger können private Genossenschaften, Stadtwerke oder andere Rechtsformen wie Aktiengesellschaften sein. Im Gegensatz zu Stromanbietern kann der Endverbraucher seinen Wasserversorger nicht wechseln.
Die Wasserpreise macht jeder Wasserversorger selbst Alle Wasserversorger unterscheiden zwischen verbrauchsabhängigen Entgelten pro Kubikmeter Wasser und verbrauchsunabhängigen Entgelten. Die verbrauchsabhängigen Entgelte liegen zwischen 1,19 Euro pro m³ (in Niedersachen) und 2,29 Euro pro m³ (in Berlin) und bei 1,60 Euro pro m³ im Bundesdurchschnitt. Was zunächst wenig erscheint, summiert sich besonders für Mehrpersonen- haushalte und Übernachtungsbetriebe. So bezahlt ein Vier-Personen-Haushalt in Berlin etwa 408,- Euro nur für seinen Jahresverbrauch an Wasser (ca. 178 m³) plus verbrauchsunabhängige Entgelte. Berlin zählt damit zu den Regionen mit den höchsten verbrauchsabhängigen Entgelten pro m³. An zweiter Stelle folgt Thüringen. Hier zahlt eine vierköpfige Familie rund 363,- Euro im Jahr nur für den Verbrauch. Das verbrauchsabhängige Entgelt im bundesweiten Durchschnitt liegt für eine vierköpfige Familie bei 285,- Euro im Jahr bei einem angenommenen Pro-Kopf-Verbrauch von 122 Liter pro Person und pro Tag.
Tipp vom Wassersparer: Wassersparende Duschköpfe und Perlstrahler an den Armaturen installieren und den Wasserverbrauch um 40% senken! Weniger Wasserverbrauch spart Kosten und schont natürliche Ressourcen.
Laut Aussage der Wasserversorger ist Grundwasser in Deutschland ausreichend vorhanden. Trotzdem können Wasserversorgungsunternehmen auch in wasserreichen Regionen nicht uneingeschränkt Grundwasser schöpfen. Umso wichtiger ist es daher, Grundwasser und Gewässer zu schützen, Verschmutzung und Trinkwasserverschwendung zu vermeiden.
Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, Tabellen Wasserwirtschaft, 2007 Berliner Wasserbetriebe Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
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